Bericht der Jahreshauptversammlung 2014

Von Links: KBR Alfred Zinsmeister, 2. Kommandant Andreas Hafner, KBM Erwin Gumpinger, 1. Kommandant Josef Wenisch, 2. Bürgermeister Peter Kraus


Im Mittelpunkt der JHV der Stützpunktwehr des Marktes Dinkelscherben stand dieses Mal die Neuwahl der aktiven Wehrführung. Neben zahlreichen aktiven und passiven Angehörigen des 271 Mitglieder zählenden Vereins konnte Vorstand Wolitz auch zahlreiche Markträte, sowie die Führung der Kreisbrandinspektion unter KBR Alfred Zinsmeister begrüssen. Nach seinen Ausführungen über die verschiedenen Aktivitäten eines sehr aktiven Vereines skizzierte Vorstand Wolitz mit sehr eindringlichen Worte die aktuelle Situation freiwilliger Feuerwehren:

Es sei eben nicht alles in Ordnung, wie oft aus den Worten verantwortlicher Personen zu hören sei, sondern die Feuerwehren würden in immer stärkerem Maße mit Problemen konfrontiert, zu deren Lösung nur halbherzige Anstrengungen unternommen würden.

Beispielhaft nannte er hierbei neben der Nachwuchsproblematik und der mangelnden Bereitschaft mancher Arbeitgeber, Feuerwehrleute für Einsätze freizustellen die exorbitant gestiegenen Kosten für LKW-Führerscheine. Diese böten den Freiwilligen nicht einmal die Möglichkeit, die für teures Geld erworbene Fahrerlaubnis gewerblich zu nutzen. Hier sei die Politik gefordert, eine für Gemeinden und die einzelnen Feuerwehrleute praktikable Lösung zu entwickeln und nicht in Sonntagsreden „Heile Feuerwehrwelt" zu vermitteln. Auch die Worte des Jugendwartes Andreas Hafner beschrieben in aller Deutlichkeit die Probleme, die inzwischen im Bereiche der Nachwuchsgewinnung bestehen. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf, dem mit der Einrichtung eines speziellen Arbeitskreises Nachwuchswerbung in der Feuerwehr Rechnung getragen wurde.

Seine 12-jährige Dienstzeit als 1. Kommandant ließ Erwin Gumpinger Revue passieren. Aufgrund der Doppelbelastung durch das Amt des Kreisbandmeister sah sich dieser nicht mehr im Stande, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren. Höhepunkte in diesen Jahren seien sicherlich der Bau des neuen Gerätehauses und die Beschaffungen von insgesamt 3 neuen Einsatzfahrzeugen gewesen, davon eines neuen LF 20/20, welches noch im Laufe dieses Jahres das 32 Jahre alte Tanklöschfahrzeug ersetzen werde. In sehr persönlichen Worten bedankte er sich bei allen, die ihn in den vergangenen Jahren immer so gut unterstützt haben.

Für langjährige Verbundenheit zum Verein wurden anschließend folgende Personen geehrt:
60 Jahre Mitgliedschaft: Karl Kast, Ernst Lutz Sen., Georg Wengenmeier, Karl Zimmermann.
50 Jahre Mitgliedschaft: Alois Finkl.


Für die außerordentliche Leistung von 40 Jahre aktiven Dienstes wurde der 2. Bürgermeister des Marktes Peter Kraus, für 25-jährige Dienstzeit Hubert Mayr ausgezeichnet. Die Auszeichnung nahm KBR Zinsmeister vor, der seine Feuerwehrlaufbahn im Übrigen selbst bei der FF Dinkelscherben begonnen hatte. Ausdrücklich dankte er darüber hinaus der Wehr für den Katastropheneinsatz im Juni in Deggendorf und überreichte mehreren Kameraden das „Fluthelferabzeichen", das für diesen Zweck gestiftet wurde. Zweifellos Höhepunkt des Abends war die Wahl der neuen Wehrführung, die den bisherigen Stellvertreter Josef Wenisch mit überragendem Ergebnis zum neuen Kommandanten machte. Zu seinem Stellvertreter bestimmten die 55 anwesenden Aktiven den derzeitigen Jugendwart Andreas Hafner. Gekennzeichnet vom Eindruck des großartigen Wahlergebnisses waren die überlegten und nachdenklichen Dankesworte des neuen Kommandanten:

Er sei sich der großen Verantwortung sehr bewußt, vertraue aber auf den Teamgeist und den hervorragenden Ausbildungsstand der Wehr. Mutig und mit Tatkraft wolle er auch neue Ideen angehen, um auch in Zukunft die Wehr als Garanten für schnelle und professionelle Hilfe zu erhalten. Dabei solle das Wirken in der Vereinsgemeinschaft für jeden einzelnen eine gewinnbringende und erlebnisreiche Erfahrung sein.

Unter langanhaltendem Beifall beendete Vorstand Josef Wolitz die Versammlung, in der ein neues Kapitel in der 142-Jährigen Geschichte der Wehr aufgeschlagen worden ist.